Im Frühling 2024 führte die Kantonsarchäologie im Vorfeld zweier Neubauten Grabungen innerhalb der bereits länger bekannten Gewerbesiedlung aus dem Frühmittelalter durch. In den letzten 15 Jahren kamen hier gegen dreissig Grubenhäuser und vier oder fünf Pfostenbauten aus der Zeit vom 5.–10. Jh. zum Vorschein. Reste von vier Rennöfen sowie rund 5 Tonnen Schlacken belegen eine intensive Eisenverhüttung und -verarbeitung am Ort. Die beiden untersuchten Parzellen befinden sich in der bisher wenig erforschten, südlichen Hälfte des ehemaligen Siedlungsareals und liegen etwa 60 m voneinander entfernt.
Auf der südlichen Parzelle kamen Gruben, Pfostengruben und zwei Feuerstellen (Abb. 1) zum Vorschein, die grösstenteils ebenfalls zur frühmittelalterlichen Besiedlungsphase zwischen dem 5. und 7. Jh. gehören dürften. Daneben förderte die Ausgrabung mindestens eine Grube sowie neun Münzen, eine Zangenfibel (Abb. 2) und zahlreiche Keramikscherben zu Tage, die eine bisher nur vermutete römische Vorgängersiedlung belegen. Anhand der Münzen ist diese ins ausgehende 3. und vor allem 4. Jh. zu datieren. Funde und Baureste belegen demnach eine Siedlungskontinuität von der Spätantike bis ins Frühmittelalter.
