Höhe 1780 m.
Datum der Fundmeldung: Juni 2013 (Martin Schreiber).
Datum der Grabung: 13.-17.6.2014.
Bibliografie zur Fundstelle: E. Brun, Geschichte des Bergbaus im Oberhalbstein. Davos 1987.
Forschungsgrabung. Grösse der Grabung ca. 1.5 m².
Stollen.
Aus der lokalen montanhistorischen Literatur waren Hinweise auf eine «eigenartige Erzabbaustelle» (Brun 1987, 63) in steilem, schwer zugänglichem Felsgebiet nahe dem Marmorera-Staudamm bekannt. Nach Hinweisen von Martin Schreiber gelang es dem Forschungsteam im Sommer 2013, den nahezu unberührten Ort wiederzuentdecken. Ein Jahr später wurde festgestellt, dass es sich um einen feuergesetzten - also «völlig von Menschenhand geschaffenen» (Brun 1987, 64) - Stollen handelt. An der Firste und teilweise an den Ulmen zeichnen sich eindrucksvoll die grünlichen Sekundärminerale einer Kupfervererzung ab. Teile der Firste sind, insbesondere im Mittelteil des Stollens und im Bereich des Mundlochs, verbrochen. Die Sohle ist infolge des Feuersetzens mit Gesteinsplatten bedeckt. Das heute nicht mehr überwölbte, unmittelbar an einer Abbruchkante endende Mundloch wirkt so, als seien hier weitere Bereiche des Stollens eingestürzt.
Der Stollen wurde 2014 vermessen und digital für eine 3D-Modellierung aufgenommen (structure-from-motion-Fotogrammetrie). Eine Länge von 31 m, eine Breite von maximal 3.50 m sowie eine Höhe von maximal 7.25 m belegen die umfangreichen bergmännischen Aktivitäten. Rund 2 m vor dem Stollort wurde eine rund 1.5 m² grosse Sondage angelegt, um die zeitliche Einordnung der Fundstelle zu klären: Die oberste Lage Feuersetzschutt war nach wenigen Zentimetern mit feiner Holzkohleasche und einigen Holzkohlestücken durchsetzt. Nach einer Abtiefung um 60 cm wurden die Arbeiten vorerst eingestellt, da bereits zahlreiche Holzkohleproben für erste Analysen entnommen waren. Eine Bohrung ergab, dass mindestens weitere 70 cm abgetieft werden müssten, um die Sohle zu erreichen. Zudem sind Erze geborgen worden, um sie mineralogisch zu klassifizieren.
Archäologische Funde: Holzkohle.
Probenentnahmen: Dendro und C14 (Holzkohlen), Erze.
Datierung: dendrochronologisch. 1 Probe: vorläufig 2. H. 8. Jh v.Chr.; Bestätigung/wiggle matching durch C14.
Universität Zürich, Institut für Archäologie, Fachbereich Prähistorische Archäologie, R. Turck und Ph. Della Casa; AD GR, Th. Reitmaier; Universität Innsbruck, Institut für Archäologien, Fachbereich Ur- und Frühgeschichte sowie Mittelalter- und Neuzeitarchäologie. C.O. Grutsch.
Marmorera GR, Vals
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Detail des Fundberichts
Gemeinde
Surses (Ehemalige Gemeinde: Marmorera)
Kanton
GR
Ort
Vals
Koordinaten
E 2769162, N 1151911
Höhe
1780 m
Signatur Fundstelle Kanton
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Signatur Ereignis Kanton
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Neue Fundstelle
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Probenentnahmen
Holz/Holzkohle
Analysen
¹⁴C, Dendrochronologie
Datum der Fundmeldung
01 Juni 2013
Oberfläche (m²)
5 m2
Datum Beginn
13 Juni 2014
Datum Ende
17 Juni 2014
Datierungsmethoden
¹⁴C, Dendrochronologisch
Publikationsjahr
2015
Epoche
Eisenzeit
Art der Fundstelle
Rohstoffgewinnung, -verarbeitung (Steinbruch/Mine)
Art der Untersuchung
Ausgrabung (Forschungsgrabung)
Archäologische Funde
organisches Material
Knochen
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Botanische Funde
Holz/Holzkohle
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