LK 1276, ca. 764 600-720/134 450-540. Höhe ca. 1003 m.
Datum der Fundmeldung: Oktober 2001.
Bibliographie zur Fundstelle: JHGG 70, 1940, 8; 91, 1961, 15; JbSGU 26, 1934, 85.
Zufallsfund ohne Ausgrabung.
Wohl Siedlung.

Im Herbst 2001 informierte ein Lehrer von Stampa den Archäologischen Dienst GR, dass eine Primarschulklasse von Stampa-Coltura anlässlich eines didaktischen Projektes auf der Motta di San Pietro auf prähistorische Funde gestossen sei. Bei einer Begehung mit dem Lehrer stellen wir fest, dass im Rahmen des Projektes mehrere Bodeneingriffe stattgefunden hatten und dass dabei urgeschichtliche Objekte gefunden worden waren. Wir machen den Lehrer darauf aufmerksam, dass solche «Grabungen» ohne Einwilligung der Bündner Regierung respektive des Archäologischen Dienstes GR illegal seien und dass im übrigen schon vor vielen Jahren im Rahmen der Ortsplanung von Stampa für dieses Gebiet eine Archäologiezone beantragt worden war. Weitere Bodeneingriffe auf der Hügelkuppe seien strikte untersagt.
Das Fundmaterial gelangt vorerst an den Archäologischen Dienst GR. Unter den Objekten befinden sich eine bronzene Krebsschwanzfibel, das Fragment einer bronzenen Ornavassofibel, ein Spinnwirtel oder eine Steinperle aus Lavez und zahlreiche Keramikfragmente von mehreren Gefässen, die in die jüngere Eisenzeit, LT C und eher noch D, datieren.
Daneben gibt es unter den Funden einen Eisennagel, zwei Schlackenstücke, ein ältereisenzeitliches Keramikfragment vom Typ Tamins und ein wohl frührömisches Keramikfragment.

Datierung: archäologisch.
AD GR, J. Rageth.