LK 1107, 607 320/230 530. Höhe 550 m.
Datum der Grabung: 1.11.2004.
Datum der Fundmeldung: 5.11.2004.
Bibliografie zur Fundstelle: JbSGUF 86, 2003, 246; S. Frey-Kupper, Rüttenen/Martinsflue. Ein Ensemble von vier Sesterzen aus dem späten 2. oder frühen 3. Jahrhundert n. Chr.: Zufallsverlaust oder Votivgabe? ADSO 8, 2003, 35-38.
Detektorfund ohne Ausgrabung: Geländebegehung mit dem Metalldetektor.
Depot

Im Gelände an der Kante über der Martinsflue kam bei einer Prospektion ein römischer Sesterz zum Vorschein. Die Münze wurde unter Macrinus in Rom geprägt und stammt aus den Jahren 217-218 n. Chr. (RIC IV, II, S. 21, Nr. 201).
Der Finder, Jonas Flück, Anduze (F), entdeckte das Stück etwa 40 m südöstlich der Fundstelle, an der er 2002 vier Sesterze aufgespürt hatte. Diese Münzen lagen nahe beieinander und lieferten einen Terminus post quem von 171-172 n. Chr. (RIC III, S. 295, Nr. 1033). Die Münzgruppe wurde als absichtlich deponiertes Ensemble (Börse oder kleiner Hort) oder als Votivgabe interpretiert. Aus geldgeschichtlichen Gründen haben wir für die Niederlegung der vier Sesterze die Zeitspanne von 180-230 n. Chr. vorgeschlagen.
Der vorliegende Neufund wird wahrscheinlich zum selben Ensemble gehören, da kleinere Gegenstände in der dünnen Humusschicht über dem Felsen leicht verschwemmt werden. Zudem liegt wieder ein Sesterz vor, der auch zeitlich gut zu dem für die Deponierung der vier Münzen vermuteten chronologischen Ansatz passt.

Datierung: numismatisch, terminus post quem 217 n. Chr.
KA SO, S. Frey-Kupper.