Aufbauend auf den Untersuchungen der letzten Jahre wurde das Grabungsfeld Richtung Osten erweitert und die Oberflächenaufnahme weitergeführt. Ziel war es, die Palisade in diesem Bereich der Fundstelle zu beproben. Aufgrund der Ergebnisse der letzten Kampagne wurde ebenfalls eine Fläche im Nordosten der Fundstelle eingerichtet. Hier ist gemäss Strömungsmodellierungen mit der grössten Erosion in der Fundstelle zu rechnen. Da hier ebenfalls Pfähle vorhanden sind, ist die Gefahr der Zerstörung potenziell am höchsten. Ebenso gab sich hier eine Möglichkeit, den Zusammenhang dieser Pfähle mit dem Siedlungszentrum zu untersuchen.

In der diesjährigen Fläche wurde der Seegrund für die Oberflächenaufnahme von Schlick befreit, Pfähle eingemessen und Funde geborgen.

Vom spärlichen Fundmaterial sind einige Keramikscherben typologisch in die Spätbronzezeit datierbar. Es wurden überdurchschnittlich viele Netzsenker festgestellt und auch einige jünger zu datierende Funde geborgen, so ein Fragment eines kannelierten Lavezgefässes (Frühmittelalter).