LK 1087, 605 125/251 400. Höhe 368 m.
Datum der Grabung: August 1989.
Bibliographie zur Fundstelle: A. Gerster, HA 13/49, 1989, 2ff.; JbSGUF 73, 1990, 184; AKBE 2, 1992, (im Druck). Restaurierung und Rekonstruktion 1990/1991.

Dolmengrab.
Das Dolmengrab von Laufen wurde bereits 1946 von A. Gerster ausgegraben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht (Industrieareal der Keramischen Industrie Laufen AG). Aufgrund eines Erweiterungsbaus musste nun aber dieser Standort aufgegeben werden. Die Nachgrabung 1989 erbrachte weitergehende Erkenntnisse zur ursprünglichen Form der Grabanlage. Nach Abschluss der aufwändigen Restaurierung der Kalksteinplatten konnte die Grabanlage an ihrem neuen Standort nördlich der Katharinen-Kirche von Laufen (50 Schritte vom Ortsmuseum) unter einem neuen Schutzdach wieder aufgestellt werden (Abb. 3). Die unter dem neuen Schutzdach rekonstruierte Form der Grabanlage zeigt eine trapezförmige Grabkammer mit Innenmaßen von 2,1/1,7 × 2,2 m, die ursprünglich wohl mit einem Erdhügel angeschüttet war. Die Errichtung ähnlicher Dolmengräber (mit «Seelenloch») im französischen Jura (Santoche, Dép. Doubs; Aillevans, Dép. Haute-Saône) wurde aufgrund der Beigaben ins Spät- bis Endneolithikum datiert; sie wurden aber auch in der Bronzezeit weiterbenutzt.

Datierung: archäologisch.
A D B, P. J. Suter.