LK 1111, 673 430/234 650. Höhe 390 m. Datum des Luftbildfluges: 12.-15.8. und 18.-21.11.1997; März 1998. Bibliographie zur Fundstelle: 7. Bericht Zürcher Denkmalpflege 1970-1974, 1. Teil, 99-101. Prospektion (Luftbilder, geophysikalische Untersuchungen, Feldbegehungen). Grösse der erfassten Fläche 60000 m². Römischer Gutshof.

Im Areal des im 18. Jh. durch den Fund von Goldschmuck bekannt gewordenen römischen Gutshofes waren bereits 1993 und 1995 dank Luftbildern Grundrisse von Gebäuden dokumentiert worden. Die Anwendung verschiedener Prospektionsmethoden sollte unsere Kenntnisse zu dieser wichtigen Anlage erweitern. Mit Hilfe der Magnetfeldmessungen wurden Lage, Ausdehnung und Gliederung von verschiedenen, bisher unbekannten Gebäuden erfasst und weitere Informationen zu den bereits lokalisierten Strukturen erarbeitet. Den Messwerten ist ferner zu entnehmen, dass auch Öfen vorliegen. Die Prospektionsarbeiten haben gezeigt, dass ein Teil der Strukturen durch Erosion stark gefährdet ist. Unter dem bei Feldbegehungen geborgenen Material befinden sich u.a. zwei Fragmente von Argonnen-Sigillata der Form Chenet 320. Sie bilden einen weiteren Baustein für die Frage nach einer örtlichen Siedlungskontinuität, die aufgrund der frühmittelalterlichen Befunde und Funde vermutet wird.

Archäologische Kleinfunde: Keramik, Metall, Glas, Ziegel, Gemme.
Faunistisches Material: Tierknochen.
Datierung: archäologisch. 1.-4. Jh. n. Chr. K A Z H, B. Hedinger, J. Leckebusch und P. Nagy.