LK 1067, 610.652/265.766. Höhe 305 m.
Datum der Grabung: Dezember 2000/Januar 2001; Sondierung Juni 2000.
Neue Fundstelle.
Bibliographie zur Fundstelle: www.archaeologie.bl.ch (aktuelle Entdeckungen).
Geplante Sondierungen (Viehlaufstall) und ungeplante Notgrabung (Leitungsgraben). Grösse der Sondierungen ca. 100 m², der Grabung ca. 2 m².
Siedlung?
Im hinteren Teil des markanten Sporns von St. Margreten wurden im Areal eines geplanten Viehlaufstalles sieben Sondierschnitte angelegt, um mögliche archäologische Befunde zu erfassen. Grund für diese vorbeugende Massnahme sind römische Streufunde, die früher in der näheren Umgebung gemacht wurden. Lediglich in einem Sondierschnitt stiess man in 1.3 m Tiefe auf die Oberkante einer bis 40 cm mächtigen Lehmschicht, die unter anderem vier (verlagerte?) neuzeitliche Keramikfragmente enthielt. Aus der Lehmschicht selbst stammen sechs prähistorische Keramikscherben (bronzezeitlich?, neolithisch?). Auf eine umfassende Untersuchung der Fundschicht wurde verzichtet, weil sie von den Fundamenten des geplanten Bauvorhabens nicht tangiert und folglich nicht gefährdet ist.
Einige Monate später wurde beim Ausheben eines Leitungsgrabens eine durch organische Reste dunkel verfärbte Grube mit zahlreichen endneolithischen Keramikfragmenten angeschnitten. Sie befindet sich ebenfalls im hinteren Teil der Spornhochfläche, etwa 10 m nordöstlich des erwähnten Sondierschnittes. Die von der Kantonsarchäologie sofort eingeleiteten Rettungsmassnahmen ergaben eine leicht ovale Grube von 1,4×1,2 m und 0,9 m Tiefe. Die ebene und vermutlich schon in früherer Zeit gekappte Grubenoberkante wird von einer 0,8 m mächtigen, fundleeren Lehm/Kies/Sand-Schicht überdeckt. Die dokumentierte Schichtenfolge lässt auf differenzierte Verfüllungsvorgänge schliessen, die im oberen Grubenteil auch zu einer Ansammlung von zersprungenen Hitzesteinen führten. Die schnurkeramischen Fragmente stammen von mindestens fünf Gefässen, u.a. von einer Strichbündelamphore und einem schnurverzierten Becher. Zudem kamen mehrere Silexartefakte zum Vorschein, darunter eine kantenretuschierte Pfeilspitze. Faunistisches Material: ein Rinderknochen.
Probenentnahmen: Holzkohle, Sedimente.
Datierung: archäologisch. Endneolithikum (spätere Schnurkeramik, ca. 2600-2500 v. Chr.).
AKMBL, J. Sedlmeier.
Binningen BL, Friedhofstrasse
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Details of the chronicle
Municipality
Binningen
Canton
BL
Location
Friedhofstrasse
Coordinates
E 2610652, N 1265766
Elevation
305 m
Site reference number
--
Cantonal intervention number
--
New site
Yes
Sampling
wood/charcoal, geoarchaeological sediment sample
analyses
--
Discovery date
--
Surface (m²)
100 m2
Start date
01 December 2000
End date
31 January 2001
Dating method
archaeological
Publication year
2002
Period
Neolithic
Site type
settlement
Type of intervention
excavation (rescue excavation)
Archaeological finds
--
bones
--
Botanical material
wood/charcoal
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