Zwei freiwillige Prospektoren waren in einem flachen Waldgebiet mit Metalldetektoren unterwegs, weit ab von bisher bekannten archäologischen Fundstellen. Sie entdeckten in 25 cm Tiefe ein mittelständiges Lappenbeil aus Bronze. Das gut erhaltene Objekt ist 16.1 cm lang und 265 g schwer. Am Nacken befindet sich eine lochartige Kerbe, durch die eine Fixierung der Beilklinge mit dem ursprünglich hölzernen Griff möglich war.

Eine Rohmaterialanalyse mit EDX am Institut für Werkstoffsystemtechnik (WITG) Tägerwilen ergab: 86% Cu, 12.8% Sn, 0.9% Si.

Vergleichsfunde aus Westdeutschland werden als Typ Grigny bezeichnet. Eine gute Parallele stammt aus Fällanden ZH, Fröschbach. Typologisch datiert das Beil in die Mittelbronzezeit oder frühe Spätbronzezeit. Aus welchem Grund das Objekt in den Boden gelangte – Deponierung oder Verlust –, ist unklar.