LK 1031, 2687690 / 1283000.510 m.
Datum der Grabung: 1.-4.10.2019.
Bibliografie zur Fundstelle: J.J. Rüeger, Chronik der Stadt und Landschaft Schaffhausen. Schaffhausen 1884.
Geplante Sondierung (Gefährdung durch Tritt und Erosion).
Grösse der Grabung ca. 5 m².
Ritualplatz.
Der Schaffhauser Chronist J.J. Rüeger nennt an einer Stelle «ob dem Dorf [Beringen] ... ein alt gmür und hufen stein mit einem graben umbgeben». Gemeint ist damit eine Spornsituation über der Enge, dem schmalen Durchgang vom Klettgau in Richtung Neuhausen und dem Rheinfall. Verschiedene Begehungen erbrachten bislang keine Funde oder Hinweise auf die genannte Burgstelle. Im Gelände und im digitalen Geländemodell hingegen zeichnet sich ein Graben ab, der den Sporn abschliesst. Aus diesem Grund war die Lokalität bis anhin als mögliches Erdwerk im Fundstelleninventar aufgeführt.
Bei einer erneuten Prospektion im Frühling 2019 wurden auf dem Fusspfad zur Spornspitze zahlreiche, auf der Oberfläche liegende, prähistorische Keramikscherben entdeckt. Die Gefährdung durch Tritt und Erosion war Anlass für eine Sondierung. Dabei wurde im Bereich der Keramikkonzentration eine Fläche von 1.5 × 1.5 m geöffnet. Bis auf und in die Spalten des anstehenden, verkarsteten Kalkfelsens lag Keramik in grosser Menge vor. Die grösste Konzentration fand sich im Bereich von vier grösseren, gesetzten Kalksteinen, die möglicherweise Teil eines Steinkreises sind. Die Keramik ist durchgehend keinfragmentiert, jedoch kaum verrundet, was auf eine intentionelle Zerscherbung hinweist. Grobkeramik mit Fingertupfenleisten und eine geringere Anzahl von Feinkeramik mit einfachen, abgerundeten Rändern legen eine Datierung in die Mittelbronzezeit nahe. Weitere Funde, wie etwa Knochen oder Holzkohle, wurden nicht gemacht.
Ein zweiter Sondierschnitt wurde durch den Graben gelegt, der bis in den anstehenden Kalkfelsen reicht, aber lediglich 60 cm tief und rund 1.5 m breit ist. Als einzige Funde aus der Verfüllung sind ein Silex und eine grobkeramische Wandscherbe zu vermerken.
Für die tradierte Burgstelle eines mittelalterlichen Adelsgeschlechtes fehlen nach wie vor archäologische Belege. Hingegen sprechen die aufgedeckten Funde und Befunde für eine bronzezeitliche Anlage, die aufgrund der topografisch exponierten Lage am Taleingang, einer Abgrenzung des Spornbereichs durch einen Graben sowie das Vorhandensein grosser Mengen an Keramikscherben einen Ritualplatz vermuten lassen.
Archäologische Funde: Keramik.
Datierung: archäologisch. Mittelbronzezeit.
KA SH, K. Schäppi.
Beringen SH, Hard
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Dettagli della cronaca
Comune
Beringen
Cantone
SH
Località
Hard
Coordinate
E 2687690, N 1283000
Altitudine
510 m
Numero del sito cantonale
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Numero dell'intervento cantonale
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Nuovo sito
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Campionamento
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Analisi
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Data della scoperta
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Superficie (m²)
5 m2
Data di inizio
01 ottobre 2019
Data di fine
04 ottobre 2019
Metodi di datazione
archeologico
Anno di pubblicazione
2020
Epoca
Età del Bronzo
Tipo di sito
cultuale/religioso (luogo di culto)
Tipo di intervento
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Reperti archeologici
ceramica
Ossa
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Materiale botanico
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