LK 1231, 2688590 / 1165330. Höhe 1442 m.
Datum der Grabung: 9.5.2016
Neue Fundstelle.
Geplante Notgrabung (Umbau). Grösse der Grabung 2 m².
Siedlung.

Der Umbau der Liegenschaft Rössligasse 1 bedingte neue Werkleitungen. Die Leitungsgräben wurden im ausgehobenen Zustand angetroffen. Die Profilwände liessen jedoch interessante Einblicke in die jüngere Vergangenheit des Dorfes zu. Die ursprüngliche Nordwest-Südost verlaufende Binnenwand im Sockelgeschoss des Hauses wies ein tieferreichendes Fundament auf. Die Südwestseite war sorgfältig ausgeführt, als ob es sich hierbei einst um aufgehendes Mauerwerk gehandelt hatte, das ein ehemals tiefer liegendes Bodenniveau andeutet. Westlich daran anschliessend befand sich eine mit Holz ausgekleidete Grube von 0.6 m Breite, die mit stark organischem Feinsediment verfüllt war. Sie durchschlug eine Aufschüttung mit viel Steinmaterial, die ihrerseits über einer Pflästerung lag. In letztere war die oben erwähnte Binnenwand gesetzt. Die Pflästerung selbst lag über einem mit viel Holzkohle durchsetzten Horizont auf 1441.50 m ü.M. Dieser Brandhorizont stammt möglicherweise vom letzten grossen Dorfbrand im Jahr 1766.

Archäologische Funde: Glas.
Probenentnahmen: Holzkohle für Holzartenbestimmung und C14.
Datierung: archäologisch. Neuzeit.
Im Auftrag der Abt. Natur- und Heimatschutz des Kantons Uri: ProSpect GmbH, Ch. Auf der Maur.