Während der vierwöchigen Kampagne wurde in einem Bereich der Fundstelle eine Fläche von 20 m2 untersucht, wo die potenzielle Gefahr von Erosion aufgrund bodennaher Strömung am grössten ist. Der Seegrund ist mit einer 2–11 cm dicken, teilweise kompakten Lage aus Steinen, Kies und Sand bedeckt. Im Zuge der Oberflächenaufnahme wurden 29 Fundkomplexe geborgen, welche u.a. zahlreiche Steinbeile und eine beachtliche Menge an Netzsenkern enthalten. Die Keramikfunde datieren pfyn- und horgenzeitlich. Auf der Fläche wurden 9 Pfahllöcher, 10 liegende Hölzer und 257 Pfähle dokumentiert, was einer Pfahldichte von mehr als 13 Hölzern pro Quadratmeter entspricht. Im untersuchten Feld konnte nur im östlichen Bereich fleckenweise Kulturschicht festgestellt werden.

An vier weiteren Stellen wurde der Seegrund punktuell untersucht; demnach nimmt die Abdeckung des konsolidierten Seegrundes mit Steinen, Kies und Sand gegen das Ufer hin ab und ist weniger kompakt.

Die geborgenen Hölzer wurden holzanatomisch untersucht. Das Holzartenspektrum ist sehr breit, Hauptanteile stellen Eiche, Pappel, Buche, Hasel, Erle und Weide; ungewöhnlich ist der relativ hohe Anteil an Linden. Der überwiegende Teil ist rund belassen. Gespaltene und ringsum bearbeitete Hölzer gibt es hauptsächlich aus Eiche. Die weitaus meisten haben 11-20 Ringe und Durchmesser bis 10 cm. Fast ausschliesslich Eichen erreichen hohe Jahrringanzahlen und Durchmesser bis über 40 cm. Die Hölzer stammen aus regelmässig bis gelegentlich überfluteten ufernahen Waldbeständen, die zwar regelmässig menschlich beeinflusst, nicht aber völlig durchkonzipiert waren. Das dendrochronologische Potential liegt bei Eichen und Weisstannen. Eine dendrochronologische Untersuchung folgt.