LK 1031, 876 010/288 530. Höhe 473 m. Datum der Grabung: 27.2.-19.4.1995. Bibliographie zur Fundstelle: JbSGUF 72, 1989, 334. Plangrabung (Bauvorhaben). Grösse der Grabung ca. 180 m². Siedlung.
Die Erweiterung der 1988 neu erstellten Gewerbehalle löste eine weitere Grabungskampagne im Bereich des römischen Vicus IVLIOMAGVS aus. Die Resultate der damaligen Untersuchungen waren dabei äußerst hilfreich und dienten als Grundlage für die diesjährigen Grabungen. Vorgängig wurden mit dem Bagger zwei nord-südlich verlaufende Sondiergräben ausgehoben. Schon bei diesen Arbeiten bestätigte sich die bereits mehrmals gemachte Beobachtung, dass der Zwerenbach in römischer Zeit rund 30 m weiter östlich verlief. Im weiteren Verlauf unserer Untersuchungen zeigte sich, dass der Bach in diesem Bereich einen eigentlichen Mäander bildete, der in seiner weitesten Ausdehnung bis auf 8 m zur römischen Hauptstrasse hin gelangte. Die aufgedeckten, baulichen Strukturen lassen sich im wesentlichen in drei Phasen unterteilen: Phase 1: Die erste und älteste Phase bildet ein hölzerner Streifenbau, von dem einige Balkengräbchen und Pfostenlöcher zeugen. Er erstreckt sich von der Strasse bis an das römische Bachufer. Das Gebäude ist teilweise einem Brand zum Opfer gefallen, wie verkohlte Balkenreste und eine bis zu 20 cm mächtige Brandschuttschicht zeigen. Letztere wurde bereits 1988 in der südlich angrenzenden Parzelle beobachtet. Phase 2: Nach der Zerstörung des ersten Holzbaus erfolgt eine Verlagerung der Überbauung in die nördlich angrenzende Parzelle. Eine Feuerstelle, von deren Benutzung eine bis zu 40 cm mächtige Brandschicht zeugt, ohne weitere, konstruktive Bebauungsspuren, bildet den kärglichen Rest dieser zweiten Besiedlungsphase. Es ist aber anzunehmen, dass an dieser Stelle einst ein weiteres, aus Holz errichtetes Gebäude stand. Etwa gleichzeitig wird südlich davon eine rund 5 m breite Strasse aus Malmschutt und grobem Kalkschotter aufgeschüttet, welche von der römischen Hauptstrasse abzweigt und zum Zwerenbach hin führt; sie überlagert die Überreste des ersten Holzbaus. Phase 3: In einer dritten und letzten Phase wird das gesamte Gelände einplaniert. Über der Brandschicht entsteht ein weiteres Streifenhaus von rund 11 m Breite mit einem Steinfundament aus grossen, unbehauenen, lose aneinandergereihten Kalksteinblöcken, das möglicherweise nie vollendet wurde. Südlich davon wird eine bis zu 50 cm mächtige Deponie von rotem Lehm errichtet, der möglicherweise als Baumaterial dienen sollte. Sie überdeckt die Nebenstrasse. Danach enden in diesem Bereich die römischen Besiedlungsspuren. Es ist dies das erste Mal, dass im Bereich des römischen Vicus IVLIOMAGVS auf einer grösseren Fläche mehrere Phasen von Holzbauten beobachtet werden konnten.
Archäologische Kleinfunde: Terra Sigillata 2. Hälfte des 1. Jh. n. Chr. bis Ende des 2. Jh., weitere Keramik, Münzen (noch unbestimmt), Melonenperlen, Bronze-Schnällchen.
Faunistisches Material: unbearbeitet.
Datierung: archäologisch. KA SH.
Schleitheim SH, Z'underst Wyler, Vicus IVLIOMAGVS
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Detail des Fundberichts
Gemeinde
Schleitheim
Kanton
SH
Ort
Z'underst Wyler, Vicus IVLIOMAGVS
Koordinaten
E 2678603, N 1289359
Höhe
473 m
Signatur Fundstelle Kanton
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Signatur Ereignis Kanton
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Neue Fundstelle
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Probenentnahmen
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Analysen
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Datum der Fundmeldung
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Oberfläche (m²)
180 m2
Datum Beginn
27 Februar 1995
Datum Ende
19 April 1995
Datierungsmethoden
Archäologisch
Publikationsjahr
1996
Epoche
Römische Epoche
Art der Fundstelle
Siedlung
Art der Untersuchung
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Archäologische Funde
Keramik, Metall (Münze(n)/Medaillen), Metall (Schmuck)
Knochen
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Botanische Funde
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