LK 1092, 692 980/248 800. Höhe 446 m.
Datum der Grabung: November 2001, laufende Ausgrabung seit April 2002.
Bibliographie zur Fundstelle: JbSGUF 57, 1972/73, 252; 61, 1978, 184; Archäologie im Kanton Zürich, Zürcher Denkmalpflege 12. Bericht 1987-1992, 50. Zürich/Egg 1994.
Geplante Notgrabung (Bauvorhaben). Grösse der Grabung ca. 200 m².
Siedlung. Einzelfunde.
Die Fundstelle wurde 1990 beim Bau einer Erschliessungsstrasse entdeckt. Im nahen Umfeld kamen zudem im Lauf von Jahrzehnten bronzezeitliche Funde wie Keramikscherben und ein Bronzeschwert zum Vorschein. Mehrere Bauvorhaben (Industrie- und Wohnbauten, Schulhausneubau) machten 2002 archäologische Untersuchungen unumgänglich. Das gesamte Bauareal umfasst ca. 64000 m², wovon rund 30% archäologische Befunde enthalten. Insgesamt wurden ca. 3400 m² Sondierschnitte angelegt. Die von Hand gegrabene Fläche ist ca. 200 m² gross.
Das Areal grenzt im Süden an ein ehemaliges Ried. Das Gelände mit Untergrund Moräne war in prähistorischer Zeit geprägt von Senken und Kuppen, die heute fast vollständig ausgeebnet sind. Mit den Sondierungen liessen sich mehrere Fundzonen lokalisieren. Kleinräumig fanden sich in den heute aufgefüllten Senken sehr gut erhaltene Kulturschichten. Mehrheitlich sind die Sedimente jedoch durch die Erosion umgelagert und zeigen weniger die prähistorischen Siedlungsstandorte, als hauptsächlich die sekundären Erhaltungszonen.
Im Westen des Areals fanden sich eine Brandgrube und Fundschichten der älteren Mittelbronzezeit des 15. Jh. v. Chr. Weiter wurden, verteilt über das ganze Baugelände, neun Bz D-zeitliche Brandgruben (Abb. 9) mit mehrfachen Benutzungsphasen dokumentiert. Die weit auseinander liegenden Ansammlungen von Gruben und Strukturen sprechen für eine gehöftähnliche Streusiedlungsweise. Von besonderem Interesse ist eine Steinsetzung, die mit Vorsicht als Unterlage für die Schwelle eines Holzbaus interpretiert werden darf; in diesem Bereich sind weitere Untersuchungen vorgesehen. Bisher sind keine Pfostengruben zum Vorschein gekommen.
Im nördlichsten Bereich des Areals, das derzeit untersucht wird, wurden fünf Brandgruben entdeckt. Einige wenig aussagekräftige Keramikfragmente datieren die Befunde an den Übergang von der mittleren zur späten Bronzezeit. Im östlichen Abschnitt liess sich in einer Geländesenke eine gut erhaltene spätbronzezeitliche Kulturschicht des 11. Jh. v. Chr. feststellen. Vereinzelte Streufunde sprechen für eine Nutzung des Geländes auch in der Hallstattzeit.
Probenentnahmen: Sedimentproben für die Makroresten-Untersuchung, Proben für C14-Datierungen, geologische Bestimmung der Hitzesteine.
Sonstiges: Luftbildprospektion
Datierung: archäologisch. Ältere Mittelbronzezeit (15. Jh v. Chr.); Bz D; Spätbronzezeit (11. Jh. v. Chr.); Hallstattzeit?
KA ZH, E. Rigert, A. Mäder und B. Zollinger.
Volketswil ZH, In der Höh/Zimiker Höh
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Detail des Fundberichts
Gemeinde
Volketswil
Kanton
ZH
Ort
In der Höh/Zimiker Höh
Koordinaten
E 2692980, N 1248800
Höhe
446 m
Signatur Fundstelle Kanton
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Signatur Ereignis Kanton
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Neue Fundstelle
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Probenentnahmen
Botanische Reste, Geoarchäologische Sedimentproben
Analysen
14C
Institution
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Datum der Fundmeldung
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Oberfläche (m2)
200 m2
Datum Beginn
November 2001
Datum Ende
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Datierungsmethoden
14C, Archäologisch
Autor*in
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Publikationsjahr
2003
Epoche
Bronzezeit, Eisenzeit
Art der Fundstelle
Siedlung, Einzelfund
Art der Untersuchung
Ausgrabung (Rettungsgrabung)
Archäologische Funde
keine Funde
Knochen
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Botanische Funde
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